Schlafstörungen
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Albträume und nächtliche Panikattacken – gefürchtete Schlafstörungen

Während der Kindheit erlebt fast jeder Mensch Schlafstörungen in Form von Albträumen. Das ist während der Kindheit völlig normal und kann schon im Alter von 2 Jahren beginnen. Besonders verbreitet sind Albträume im Alter von 3 bis 12 Jahren und gehören auch zum normalen Entwicklungsprozess. Aber ca. 3 Prozent erleben nächtliche Panikattacken. Beide Störungen können für die Kinder sehr beängstigend sein.

Albträume sind Träume, die so beängstigend sind, dass der Schlafende davon aufwacht. Fast jeder erlebt so etwas im Laufe seines Lebens und eigentlich braucht man sich darüber keine großen Sorgen zu machen.

Albträume passieren normalerweise einige Stunden nach dem Einschlafen während der REM-Phase, wenn der ganze Körper erschlafft ist und aktiv träumt.

Kinder können sich nach dem Aufwachen an ihre Albträume erinnern. Problematisch wird es, wenn sich die Albträume ständig wiederholen oder fortsetzen und die Kinder dann Angst vor dem Schlafen haben. Die Eltern sollten ruhig und fürsorglich sein, wenn ihr Kind einen Albtraum erlebt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Albträume zu verhindern. Besprechen Sie mit Ihrem Kind vor dem Schlafengehen nur angenehme und entspannende Dinge. Geschichtenerzählen oder Vorlesen sind sehr gute Einschlafhilfen. Lassen Sie Ihre Kinder auf keine Fall beängstigende oder gewalttätige Sendungen sehen, insbesondere nicht vor dem Schlafengehen. Eine entspannende Zu-Bett-Geh-Routine kann ebenfalls sehr hilfreich sein. Manchmal sind Albträume aber auch ein Hinweis auf tieferliegende psychologische Probleme.

Nächtliche Panikattacken passieren während der ersten Schlafstunden in der Nicht-REM-Phase. Oft geschehen sie jede Nacht zur gleichen Zeit. Panikattacken sind gekennzeichnet durch Stöhnen, Schreien und Jammern. Oft sitzen die Kinder dann aufrecht im Bett und schreien laut. Der Puls und die Atmung sind stark beschleunigt. Eine solche Attacke kann zwischen 10 Minuten und einer Stunde dauern. Obwohl die Augen geöffnet sind, schlafen die Kinder und können sich am nächsten Morgen nicht an den Vorfall erinnern.

Aber auch die Panikattacken sind nicht wirklich gefährlich. Sie sind normalerweise auch kein Zeichen für psychischen Stress. Eltern sollten ihre Kinder in dieser Situation nicht aufwecken. Am besten ist es, darauf zu achten, dass den Kindern während einer solchen Panikattacke nichts passiert. Meist verwächst sich das Phänomen innerhalb einiger Jahre.

Einige Faktoren können nächtliche Panikattacken begünstigen, wie z.B. Übermüdung, sehr spätes Aufstehen, schwere Mahlzeiten vor dem Schlafengehen oder die Einnahme von Medikamenten.
Obwohl Albträume und nächtliche Panikattacken sehr beängstigend wirken, so gehören sie doch zu den grundsätzlich harmlosen Schlafstörungen

Bild: Blonde Frau im Bett kann nicht einschlafen © von Lieres

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