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Was ist eine Schilddrüsenüberfunktion?

In der Schilddrüse werden bestimmte Hormone hergestellt, die unsere physische und psychische Leistung beeinflussen können. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion kann es daher zu unterschiedlichen Krankheitssymptomen kommen.

Was macht die Schilddrüse?

Für die Regulierung unseres Stoffwechsels bildet die Schilddrüse die notwendigen Hormone. Hierfür benötigt sie Jod, welches ganz normal über die Nahrung aufgenommen werden kann.

Wie entsteht die Schilddrüsenüberfunktion?

Wenn die Schilddrüse mehr Hormone herstellt, als unser Körper benötigt, spricht man von einer Schilddrüsenüberfunktion. In der Medizin wird die Schilddrüsenüberfunktion auch Hyperthyreose genannt. Die Überversorgung mit Hormonen führt zu einer zusätzlichen Ankurbelung des Stoffwechselprozessses. Häufig ist die Schilddrüsenüberfunktion auch ein Anzeichen für eine Erkrankung, wie zum Beispiel die Schilddrüsenautonomie. Ein Mangel an Jod in der Ernährung kann ebenfalls eine Schilddrüsenüberfunktion begünstigen.

Wie erkennt man eine Schilddrüsenüberfunktion?

© Gunnar Assmy - Fotolia.com

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Die Überfunktion macht sich durch bestimmte Entwicklungen bemerkbar. 4/5 der betroffenen entwickeln zum Beispiel einen Kropf. Weiterhin erkennt man die Schilddrüsenüberfunktion an folgenden Punkten:

  • Schlaflosigkeit
  • Zittern, Nervosität
  • eine veränderte Herztätigkeit bis hin zum Herzrasen
  • Gewichtsreduzierung
  • brüchige Fingernägel
  • Ödeme der Augenlider
  • strohiges Haar oder Haarausfall
  • juckende und schuppende Haut
  • eine rauhe Stimme
  • verstärktes Schwitzen und erhöhte Körpertemperatur
  • Bauchschmerzen, Heißhunger, Durchfall
  • Gereiztheit

Wie erfolgt die Diagnose der Schilddrüsenüberfunktion?

Der behandelnde Arzt klopft zunächst die Krankheitsgeschichte ab. So könnten eventuell jodhaltige Arzneimittel eine Ursache sein. Auch bei Röntgenuntersuchungen könnte ein jodhaltiges Kontrastmittel verwendet worden sein. Zusätzlich werden die Blutwerte bestimmt und die Höhe der Schilddrüsenhormone. Bei einer Erkrankung wie der Schilddrüsenautonomie würden im Blut Autoantikörper nachgewiesen werden.

Es folgt mit dem Ultraschall eine weitere wichtige Untersuchung. Hierdurch können Auffälligkeiten in der Gewebestruktur und Größe der Schilddrüse festgestellt werden. Bei einer Schilddrüsenüberfunktion sind dunkle Flecke auf dem Ultraschall erkennbar. Mit einer speziellen radiologischen Untersuchung, der Szintigrafie, können die hormonherstellenden Zellen in der Schilddrüse sichtbar gemacht werden.

Welche Komplikationen können bei einer Schilddrüsenüberfunktion auftreten?

Eine Schilddrüsenüberfunktion kann zu starken Komplikationen führen, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird. Hierzu können folgende Komplikationen gehören:

  • Bildung eines Kropfes
  • bösartige Knoten
  • Herzrhytmusstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • eine Entgleisung des Stoffwechsel

Je nach schwere der Schilddrüsenüberfunktion sollte ein Arzt aufgesucht werden. Nur so können die Komplikationen verhindert werden und Besserung eintreten.

Wie wird eine Schilddrüsenüberfunktion behandelt?

Eine Möglichkeit die Schilddrüsenüberfunktion zu behandeln erfolgt mit Medikamenten. Hierdurch soll die Überproduktion der Schilddrüsenhormone gehemmt und Leiden reduziert werden. Häufig gibt es bei den jeweiligen Medikamenten Nebenwirkungen. Hier sollte zusammen mit dem Arzt der Nutzen und das Risiko abgewogen werden.

Eine weitere Möglichkeit ist eine Operation. Hierbei wird aus dem Schilddrüsengewebe so viel entnommen, dass eine Überproduktion der Hormone verhindert wird. Wenn manchmal eine Operation hilfreich wäre, aber der Eingriff zu riskant, ist eine Radiojodtherapie eine weitere Möglichkeit der Behandlung. Das radioaktive Jod-Isotop wirkt hierbei gezielt auf das Gewebe der Schilddrüse. Durch einen gezielten Einsatz ist eine Belastung der anderen Organe ausgeschlossen.

Wie kann man einer Schilddrüsenüberfunktion vorbeugen?

Eine gesunde Ernährung ist wichtig. Da eine Schilddrüsenüberfunktion und die Vergrößerung der Schilddrüse durch einen Mangel an Jod auftreten kann, sollte man auf eine ausreichende Zufuhr von Jod achten. Jedoch sollte man es hierbei auch nicht übertreiben, da zuviel Jod sich wieder schädlich auswirkt.

In vielen Lebensmitteln ist bereits Jod enthalten, zum Beispiel in Fisch, Muscheln oder auch in Mineralwasser. Wer bereits eine Schilddrüsenüberfunktion hat sollte jedoch auf die Wassermarke achten, damit damit nicht die Grenzwerte von 500 Mikrogramm Jod überschritten werden.

Um die 200 Mikrogramm Jod pro Tag sollte man pro Tag konsumieren. Es ist der empfohlene Richtwert der deutschen Gesellschaft für Ernährung.

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