Gesundheit, Schlafstörungen
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Was passiert in einem Schlafzentrum?

Wenn Sie glauben, von einer Schlafstörung betroffen zu sein, dann kann es passieren, dass Ihr behandelnder Arzt Sie in ein Schlafzentrum überweist. Die Zahl solcher Schlafzentren nimmt im Moment zu.

Meist geht man für eine Nacht in ein Schlafzentrum. Bei der ersten Übernachtung wird meist eine Diagnose der Schlafstörung erfolgen und mitunter wird eine zweite Übernachtung für eine Kontrolle des Behandlungserfolgs benötigt.

Vor der Übernachtung im Schlafzentrum ist meist ein sogenanntes Schlaftagebuch zu führen. Dadurch können die Ärzte eventuelle Schlafmuster besser erkennen.

Am Tag vor dem Schlaftest sollte ab Mittag kein Kaffee mehr getrunken werden.

Normalerweise benötigt man ein ähnliches Übernachtungsgepäck wie für eine Übernachtung in einem Hotel. Während der Schlafstudie trägt man seine normale Nachtkleidung und auch ein Lieblingskissen oder Kuscheltier ist erlaubt. Auch Nachtlektüre ist zulässig. Meist ist das Zimmer vergleichbar zu einem Hotelzimmer und verfügt über einen Fernseher. Dieser kann und darf auch benutzt werden, wenn das den täglichen Gewohnheiten des Probanden entspricht. Wenn Sie entspannt sind und einschlafen wollen, dann werden Sie mit den für den Schlaftest nötigen Geräten ausgestattet.

Bei Schlaftest wir in einem Polysomnogramm der Schlaf kontinuierlich aufgezeichnet. Dafür werden über 20 Elektroden an verschiedenen Stellen des Körpers befestigt, z.B. am Kopf, um Augen und Nase, an Fingern, Beinen und Rumpf. Dadurch können verschiedene Signale gemessen werden. Oft werden zusätzlich Audio- und Videoaufzeichnungen gemacht.

Nachdem alle Messgeräte befestigt sind, verlässt der Techniker den Raum und der Proband schläft allein ein. Das ist auch mit all den kabeln eigentlich kein Problem. Sogar das Umdrehen im Bett funktioniert trotz der Kabel. Außerdem verfügt man über einen Drücker, mit dem man dem Techniker Probleme signalisieren kann. Die Verkabelung wird dann nach dem Ende der Beobachtung wieder entfernt. Meist dauert eine Beobachtung ca. 7 bis 8 Stunden.

Alle Daten werden in einem Polysomnogramm gesammelt und noch während der Aufzeichnung analysiert. Nach einer detaillierteren Auswertung wird dem Probanden dann das Ergebnis zugesendet.

Auch, wenn sich eine solche Schlafanalyse vielleicht nicht sehr komfortabel anhört, so kann sie doch bei der Diagnose von großer Bedeutung sein und damit auch bei der richtigen Behandlung von Schlafstörungen.

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